719 Jahre Geschichte
Schloss Laibach wurde 1307 erstmals erwähnt — seit 1777 in Familienbesitz, heute ein lebendiger Gutshof.
Hohenlohe · Jagsttal · 297 m ü. NHN
Gutsverwaltung Laibach — Eben von Racknitz Biohof GbR
Oberhalb von Dörzbach, im Herzen des Jagsttals, bewirtschaften wir 60 Hektar Acker- und Sonderkulturland und halten Puten nach ITW3-Standard — auf einem Hof mit Wurzeln im 14. Jahrhundert, geführt von der Familie Eben von Racknitz in dritter Generation.
Die Anreise
Der Schotterweg zum Gut führt zwischen hohen Hecken und Wildblumensäumen hindurch — unter einem efeuumrankten Torbogen aus dem Mauerring der alten Schlossanlage, bis sich zwischen jahrhundertealten Bäumen die ersten Türme von Schloss Laibach zeigen.
Der efeubewachsene Torbogen selbst gehört zum alten Mauerring der Schlossanlage — vermutlich aus dem 17. Jahrhundert, als im Zuge der großen Vierflügelanlage (1615–1629) auch die äußeren Befestigungen erneuert wurden. Über dem Tor ist seit Generationen das Wappen der Familie Eben von Racknitz zu finden — halb gespalten und geteilt, mit einem goldenen Greifen, dem silbernen Esel aus dem Stammwappen der Racknitz und drei schwarzen Pfählen in Gold. Wer hier durchfährt, durchquert symbolisch 700 Jahre Geschichte: vom mittelalterlichen Wehrgang bis zum heutigen Biohof.
Der Weg ist Teil des Kocher-Jagst-Radwegs — viele Gäste der Ferienwohnung kommen genau hier, mit dem Fahrrad, am Gut an.
Warum Gut Laibach
Geschichte, Tierwohl, Bio-Vielfalt und ein Zuhause auf Zeit — alles an einem Ort im Jagsttal.
Schloss Laibach wurde 1307 erstmals erwähnt — seit 1777 in Familienbesitz, heute ein lebendiger Gutshof.
Seit 2023 Putenhaltung nach ITW3, exklusiv für das Bauernschätze-Programm der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen.
Die Eben von Racknitz Biohof GbR baut seit den späten 1960er-Jahren Gemüse und Sonderkulturen biologisch an.
Zwei Ferienwohnungen in historischen Wehrtürmen — direkt am Kocher-Jagst-Radweg.
Der Hof
Unser landwirtschaftlicher Betrieb liegt in Hohenlohe, im schönen Jagsttal, oberhalb von Dörzbach. Auf 60 Hektar betreiben wir Ackerbau und halten Puten nach dem ITW3-Standard — mit dem Anspruch, Lebensmittel auf höchstem Niveau zu erzeugen und sie regional zu vermarkten.
Der Inhaber
Giso Eben von Racknitz ist auf dem elterlichen Betrieb aufgewachsen und hat nach dem Abitur ein Studium abgeschlossen. Mit 27 Jahren übernahm er den Familienbetrieb von seinem Vater — und hat seither, ebenso innovativ wie dieser, Begonnenes weiterentwickelt und Neues verwirklicht. Vater von vier Kindern, führt er den Hof heute gemeinsam mit seiner Frau und, je nach Saison, mit bis zu 25 Mitarbeitenden.
Tradition & Erfahrung
Schon Ende der 1960er-Jahre stellte Ingo Eben von Racknitz Acker- und Gemüsebau auf biologische Bewirtschaftung um — zur gleichen Zeit zogen die ersten Puten auf den Hof, der damit zu den ersten Putenmastbetrieben Süddeutschlands zählte. Heute, mehr als 40 Jahre später, ist diese Erfahrung das Fundament, auf dem die dritte Generation weiterbaut.
Die Fensterumrahmungen im Innenhof tragen aufwendige Fassadenmalereien mit Rankenwerk, Muschelwerk und Wappenkartuschen — vermutlich aus dem späten 18. oder frühen 19. Jahrhundert und von Ingo Eben von Racknitz in den 1980er-Jahren restauriert. Davor steht ein alter Ziehbrunnen aus Sandstein, heute Rankgerüst für Kletterrosen — ein Stück Selbstversorgung früherer Jahrhunderte.
Eines der gemalten Schilde zeigt ein Motiv des Eben-von-Racknitz-Wappens — in Gold ein springender Greif, kombiniert mit dem silbernen Esel des Stammwappens Racknitz und drei schwarzen Pfählen. Dokumentiert über einem Torbogen der Anlage, seit die Familie das Schloss 1777 übernahm.
Betriebe
Putenhaltung und Biohof — gewachsen aus Tradition, geführt mit Blick auf morgen.
Vier Stallungen, seit 2015 nach dem BTS-Programm mit Außenklimabereichen, Aufsitzflächen, Picksteinen und Auslauf. Seit 2023 halten wir unsere Puten nach ITW3 exklusiv für das Bauernschätze-Programm der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen — mit geringerer Besatzdichte und zusätzlich 20 % überdachtem Auslauf.
Unsere Flächen werden seit über 40 Jahren biologisch bewirtschaftet. Im Moment bauen wir vor allem Speisekürbisse und Rote Bete für den Lebensmitteleinzelhandel an. Neben dem klassischen Hokkaido gehören Butternut-, Spaghetti-, Gorgonzola-, Bischofsmützen- und Halloween-Kürbisse zum Sortiment — wir sind stets auf der Suche nach neuen Anbauideen.
Geschichte
Schloss Laibach blickt auf eine wechselhafte Geschichte zurück — von der Ritterburg hoch über dem Jagsttal bis zum heutigen Gutshof.
Die Burg Laibach wird erstmals erwähnt — im Besitz der Herren von Aschhausen, hoch über dem Jagsttal gelegen.
Burg und Weiler Laibach gehen als limpurgisches Lehen an die Familie von Berlichingen über.
Pfalzgraf Friedrich erobert und zerstört die Burg — sie gilt fortan als Beispiel für den Unterschlupf „raubender Ritter“.
Unter Erhard von Muggenthal entsteht die dreigeschossige Vierflügelanlage — mit Schlosskapelle und einer Kanzel von 1629.
Über Brandenburg kommt das Schloss in den Besitz der Freiherren von Racknitz — bis heute.
Eine verwitterte Sandsteintafel an der Fassade trägt eine Inschrift mit den noch lesbaren Spuren „VIVAT“ und einer Jahreszahl aus den 1780er-Jahren — vermutlich aus den ersten Jahren der Familie Eben von Racknitz auf Schloss Laibach.
Das Schloss wird umfassend restauriert; historische Fassadenmalereien werden später wiederhergestellt.
Die Putenhaltung wird auf ITW3 umgestellt — exklusiv für das Bauernschätze-Programm der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen, mit geringerer Besatzdichte und 20 % zusätzlichem überdachtem Auslauf.
Giso Eben von Racknitz führt den landwirtschaftlichen Betrieb — Putenhaltung und Biohof, gewachsen aus jahrhundertealten Wurzeln.
Wussten Sie schon?
Ein paar Notizen aus über 700 Jahren Schlossgeschichte, aus dem Stall und vom Feld.
1471 ließ Pfalzgraf Friedrich die Burg Laibach erobern — als Unterschlupf sogenannter „raubender Ritter“ war sie Ziel der Zerstörung.
Seit 1777 gehört Schloss Laibach der Familie Eben von Racknitz — der Hof selbst wird seit Kriegsende in dritter Generation bewirtschaftet.
Die Schlosskapelle mit ihrem flachen Kreuzgratgewölbe besitzt eine Kanzel aus dem Jahr 1629 — fast 400 Jahre alt.
Auf 297 m ü. NHN liegt das Schloss über dem Tal — mit weitem Blick ins Jagsttal.
Durch die seitliche Augenstellung sehen Puten nahezu rundum — direkt vor dem Schnabel allerdings nur wenig.
Die Mammutbäume im Park zählen zu den größten Baumarten der Erde — in ihrer Heimat Kalifornien werden sie über 80 Meter hoch und mehrere tausend Jahre alt.
Kürbisse gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt — domestiziert vor rund 10.000 Jahren in Mittelamerika, lange vor Mais und Bohnen.
Zwei ehemalige Wehrtürme der Schlossanlage sind heute Ferienwohnungen — direkt am Kocher-Jagst-Radweg.
Seit 2023 bieten wir unseren Puten zusätzlich zur Stallfläche 20 % überdachten Auslauf — Teil des Bauernschätze-Programms der EDEKA Nordbayern-Sachsen-Thüringen.
Ferienwohnung
Mitten im Schlosspark, direkt am Kocher-Jagst-Radweg, laden zwei ehemalige Wehrtürme der Schlossanlage zum Verweilen ein — ein Zuhause auf Zeit mit jahrhundertealten Mauern, eigenem Garten und Blick ins Jagsttal.
Der runde Wehrturm ist Teil der historischen Wehranlage von Schloss Laibach. Seine genaue Bauzeit ist nicht dokumentiert — vermutlich entstand er, wie große Teile der heutigen Anlage, im Zuge der Renaissance-Vierflügelanlage von 1615 bis 1629, möglicherweise unter Einbeziehung älterer Mauerreste aus dem 15. Jahrhundert. Seine dicken Sandsteinmauern haben seither Wind, Wetter und mehr als 400 Jahre Schlossgeschichte überstanden.
Genau diese alten, dicken Mauern geben dem Turm seinen besonderen Klang: Schritte auf der Wendeltreppe, ein leises Gespräch in der Galerie — alles erhält einen sanften, warmen Nachhall, wie man ihn nur in jahrhundertealtem Gemäuer findet. Draußen ranken Kletterrosen die Mauer hinauf, hohe Mammutbäume und Pappeln rauschen im Wind, und meist ist es nur Vogelgesang, der die Stille unterbricht. Viele Gäste sagen: Hier kommt man an — und möchte am liebsten gar nicht mehr weg.
Aus den kleinen Turmfenstern und vom eigenen Gartenanteil reicht der Blick über den Schlosspark und die Streuobstwiesen hinunter ins Jagsttal. Auf 297 m Höhe liegt Schloss Laibach über dem Tal — morgens oft im Nebel, der sich langsam lichtet und den Blick auf die bewaldeten Hänge der Hohenloher Ebene freigibt.
Zur Ferienwohnung gehört ein eigener Gartenanteil im Schlosspark — ein ruhiger Rückzugsort unter altem Baumbestand. An den jahrhundertealten Sandsteinmauern rund um den Turm ranken Kletterrosen empor, die im Sommer in voller Blüte stehen und dem Innenhof ihren Duft schenken. Wer hier morgens mit dem Kaffee draußen sitzt, hört meist nur Vogelgesang und das Rauschen der Mammutbäume.
Aufgrund der baulichen Gegebenheiten sind die Türme für Kleinkinder nur eingeschränkt geeignet. Für Verfügbarkeit und Buchung erreichen Sie uns gerne telefonisch.
Kontakt
Gutsverwaltung Laibach — Eben von Racknitz Biohof GbR. Haben Sie Fragen zu unseren Puten, dem Biohof oder zur Ferienwohnung im Turm? Rufen Sie an, schreiben Sie uns über das Formular — oder finden Sie uns direkt auf der Karte.